Inklusionskonzept

Inklusion – eine kurze Begriffsklärung

Der Begriff Inklusion hat seine Wurzeln im Lateinischen ( includere = einlassen, einschließen; inclusio = Einschließung, Einbeziehung). Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.

In einem inklusiven Bildungssystem wird die Verschiedenheit anerkannt und angenommen. Menschen lernen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist.

Auf Grundlage des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes hat das Land NRW den Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention insofern aufgegriffen, dass Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen Schule angeboten werden soll. Die Eltern können jedoch für ihr Kind auch weiter die Förderschule wählen.

Was ist neu?

  • Gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird zum gesetzlichen Regelfall. Eltern eines Kindes mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung müssen nicht länger die Aufnahme an einer allgemeinen Schule eigens beantragen.
  • Die Schulaufsicht benennt bei Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung in Abstimmung mit dem Schulträger mindestens eine allgemeine Schule, die für das Gemeinsame Lernen personell und sächlich ausgestattet ist.
  • Nur in begründeten Ausnahmefällen kann hiervon abgewichen werden („Umkehr der Beweislast“).
  • Eltern haben weiterhin das Recht eine Förderschule zu wählen, wenn ein entsprechendes Angebot vorhanden ist (externer Link).

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