Hinweise und Organisation des Praxissemesters für Studierende

Liebe Studierende,

herzlich willkommen am Konrad-Duden-Gymnasium der Stadt Wesel. Wir freuen uns Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Das nordrhein-westfälische Lehrerausbildungsgesetz vom 12. Mai 2009 sieht als neues Praxiselement ein Praxissemester im Masterstudiengang vor, um Theorie und Praxis professionsorientiert miteinander zu verbinden und Sie auf die Praxisanforderungen der Schule vorzubereiten. Dieses wird von den Hochschulen verantwortet und in Kooperation mit den Schulen sowie den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) durchgeführt. Es gliedert sich in einen universitären Teil (12 CP) und einen schulpraktischen Teil (13 CP). Während des Praxissemesters werden Sie an unserem Konrad-Duden-Gymnasium von Seminarausbilderinnen und Seminarausbildern des ZfsL Kleve sowie mit der Ausbildung beauftragten Lehrkräften unserer Schule unterstützt. Die Schulvergabe erfolgt ausschließlich über das zentrale PVP Onlinetool der Universität (Platz-Vergabe-Praxissemester).

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten im Fachunterricht zu hospitieren, Sie bei der Umsetzung von Unterrichtsphasen zu begleiten und Ihnen Hilfestellungen bei der Durchführung Ihrer Studien- und Unterrichtsprojekte zu geben. Des Weiteren sind wir Ihre Ansprechpartner in der Schule und im Unterricht.

Dieses Begleitprogramm soll Ihnen einen Überblick über die Umsetzung des Praxissemesters geben. Ebenso finden regelmäßig Sitzungen statt, in denen die angestrebten Kompetenzen gemäß der Rahmenkonzeption (§8 LZV) thematisiert werden. Der Schulpraktische Teil schließt mit einem unbewerteten Bilanz- und Perspektivgespräch ab. Prüfungen und Bewertungen erfolgen ausschließlich im universitären Teil.

Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte an die AusBildungsBeauftragte (ABB) für Studierende im Praxissemester der Schule: Inga Felske (FEL)


Intention des Praxissemesters nach §8 Lehramtszugangsverordnung LVZ (2009):

§ 8
Praxissemester

Die Absolventinnen und Absolventen des Praxissemesters (§ 12 Absatz 3 Lehrerausbildungsgesetz) verfügen über die Fähigkeit,

1. grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften zu planen, durchzuführen und zu reflektieren,

2. Konzepte und Verfahren von Leistungsbeurteilung, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung anzuwenden und zu reflektieren,

3. den Erziehungsauftrag der Schule wahrzunehmen und sich an der Umsetzung zu beteiligen,

4. theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie aus Erfahrungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und

5. ein eigenes professionelles Selbstkonzept zu entwickeln.

(2) Absolventinnen und Absolventen weisen nach, dass sie im Rahmen des Masterstudiums bezogen auf ein Schulhalbjahr in einer dem angestrebten Lehramt entsprechenden Schulform und den Studienfächern kontinuierlich mindestens 400 Zeitstunden Ausbildungszeit im Bereich des Lernorts Schule absolviert haben.

Im Mittelpunkt Ihrer Ausbildung am KDG steht hierbei Unterricht unter Begleitung, der – anknüpfend an Hospitationen – eigenständige Unterrichtselemente, Einzelstunden und schließlich die Durchführung von Unterrichtsvorhaben umfasst. Der Unterricht unter Begleitung soll auf beide Fächer möglichst gleichmäßig verteilt werden und beträgt insgesamt 70 Unterrichtsstunden; davon sind je Fach bzw. Lernbereich[1] in der Regel zwei Unterrichtsvorhaben durchzuführen. Insgesamt sind 250 Stunden in der Schule vorgesehen. Diese Stundenzahl inkludiert ebenfalls die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen und Verwaltungsaufgaben jeglicher Art (Elternabend, Wandertag, Exkursion, Begleitung einer Pausenaufsicht etc.)

Viele Gegenstände der schulischen Praxissemesterausbildung (s. LVZ §8) werden von den Fachkolleginnen und Fachkollegen in alltäglichen, schulischen Handlungssituationen vermittelt, indem sie eine sukzessiv aufbauende, landesweit an verbindlichen Standards ausgerichtete Praxisbegleitung und -ausbildung gewährleisten.

Weitere Aspekte werden in den begleitenden Sitzungen (ABB-Sitzungen) thematisiert.

Während des Praxissemesters wird von Ihnen erwartet:

  • Anwesenheit in der Schule an vier Werktagen pro Woche im Umfang von insgesamt 250 Stunden (ca. 12-14 Stunden wöchentlich)
  • Ca. 70 Unterrichtsstunden in Unterrichtsvorhaben unter Begleitung (Hospitation und eigenständige Übernahme von Teilelementen + eigene Versuche unter Anleitung)
  • Teilnahme am schulischen Leben und Erkundung des Berufsfelds
  • Eigenständige Portfolioarbeit
  • Durchführung und Gestaltung des Bilanz- und Perspektivgesprächs am Ende des Praktikums mit einem Schulvertreter und einem Seminarvertreter (Gesprächsgrundlage bietet Ihr Portfolio)
  • mind. 2 individuelle Praxisberatungen durch Seminarausbilder
  • fachunabhängige Teilnahme bei Kommilitonen (der eigenen/benachbarten Schule) an mindestens 2 dieser Praxisberatungen
  • fachunabhängige Teilnahme an bis zu 2 Ausbildungsstunden/ Unterrichtsbesuchen von Lehramtsanwärtern der Ausbildungsschule mit anschließender Beratung
  • Teilnahme an den ABB-Sitzungen
  • Einhaltung der Verschwiegenheitspflicht



[1] Sollte das Praxissemester in drei Lernbereichen abgeleistet werden, sind die Relationen anzupassen.

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