Der Theaterkurs der Jahrgangsstufe Q1 am KDG

Eine Reise durch die Literatur, die Zeit und die Geschichte


Theater – das klingt zunächst einmal für viele Schüler nach Deutschunterricht und Klassikern. Doch der Theaterkurs am Konrad-Duden-Gymnasium ist anders, zum Glück!Wir reisen durch die Theaterliteratur und halten dort inne, wo es uns gerade gefällt: bei Klassikern, aber dann auch bei Neufassungen klassischer Motive oder modernen Theaterstücken. Es ist alles nur eine Frage der Inszenierung! Denn im Theaterkurs wird kreativ und praktisch gearbeitet, das Stück gemeinsam modernisiert, wenn nötig, oder auch werkgetreu aufgeführt, wenn möglich!


So führte die Theaterreise bereits zum klassischen Thema des „Don Juan“, der dann jedoch auch im modernen Gewand erschien: zwei Inszenierungen in einem Schuljahr brachten der Schulgemeinde das klassische Stück von Molière: „Don Juan oder Der Steinerne Gast“ und die moderne Variante von Max Frisch: „Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“ näher.


Der nächste Halt auf unserer Theaterreise führte uns zu historischen Persönlichkeiten: Martin Luther und Thomas Münzer, die von Dieter Forte für die Einführung der Buchhaltung verantwortlich gemacht wurden. Kirchliche Würdenträger und sogar der Papst waren in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums zu Gast!


Doch nicht nur die Aula wird vom Theaterkurs als Bühne genutzt, sondern auch außerschulische Spielorte. So war der Theaterkurs bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Schleifung Büderichs zu Gast und begleitete den Festakt mit selbst geschriebenen Szenen. Eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten und auch eine große Überwindung für unsere Schauspieler, vor solch einer Kulisse aufzutreten!


Eine weitere Theaterstation führte uns nach Hollywood und zu einem modernen Theaterautor: Curt Goetz. Mit seinem Stück „Nichts Neues aus Hollywood“ unterhielten die Schauspieler an drei Abenden ein großes Publikum mit frechen Dialogen, Wild West Romatik und knallhartem Hollywoodbusiness.

Weitere Stationen führten uns über Thornton Wilder „Wir sind noch einmal davongekommen“ und Friedrich Dürrenmatt „Ein Engel kommt nach Babylon“ durch die Epochen der Weltgeschichte.


Aber auch das Schulleben kommt auf der Bühne nicht zu kurz. In „Wem die Trommel schlägt“ musste ein komplizierter Mord in einem Internat aufgeklärt werden, was natürlich mit Bravour gelang!


Stimmungsvoll ging die Reise des Theaterkurses weiter und führte alle Beteiligten wieder einmal hinaus aus dem Schulgebäude. Es wurde ein Krimi-Dinner aufgeführt und zu diesem Zweck machte der Kurs Bekanntschaft mit verschiedenen Weseler Lokalitäten. Aber auch der Platz vor dem Alten Rathaus diente unserem Kurs bereits als Bühne. Die Enthüllung der historischen Figuren an der restaurierten Rathausfassade wurde durch historische Spielszenen mit Motiven aus Wesel und Umgebung begleitet.

Um ins Reich der Mitte, nach China, zu gelangen und „Die Chinesische Mauer“ besichtigen zu können mussten die Schauspieler sich auf einen langen und bechwerlichen Weg machen. Unterwegs begegneten ihnen nicht nur der chinesische Kaiser und große Namen der Geschichte, sondern auch Romeo und Julia, das allgegenwärtige, zeitlose Liebespaar.

Trotz der bereits vielen aufregenden Stationen ist die Theaterreise noch lange nicht beendet, die Endstation noch nicht erreicht. Was wird als nächstes auf uns zu kommen? Wo wird uns die Reise hinführen? Lassen wir uns überraschen und gehen gemeinsam auf die neue nächste Entdeckungsreise.

Sandra Ossig

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