ZEUS geht an den Start

 

Zeitung und Schule (ZEUS) geht an den Start

NRZ, 30.03.2014

Acht Wochen lang lesen Schüler nun die NRZ, diskutieren, gehen selbst als Reporter, erproben Berichte. Dass Jugendliche sich noch mit gedruckten Informationen abgeben, zeigt ein Besuch im KDGLiest eigentlich noch irgendjemand unter 16 Jahren die Zeitung? Haben die Familien noch die gedruckte Nachricht Morgen für Morgen im Briefkasten? Viele haben: Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in der 8c des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) zeigen auf.Schwierige FragenWas sie lesen? „Sport“ fällt den meisten als erstes ein, doch auch die anderen Seiten finden Beachtung. In den kommenden acht Wochen haben die Zwölf- bis 15-Jährigen Tag für Tag die Gelegenheit, frisch gedruckte Neuigkeiten zu lesen: Es ist wieder Zeit für ZEUS – das steht für „Zeitung und Schule“ und ist ein Projekt der Funke-Mediengruppe, zu der auch die NRZ gehört, um Jugendlichen Zeitung näher zu bringen.Der NRZ-Besuch im Deutschunterricht des KDG zeigt: Es gibt jede Menge Fragen rund um Zeitung. Ganz praktische - und kaum zu beantwortende wie: „Wie viele Menschen sind nötig, um eine Zeitung zu produzieren?“ Tja, da wären die Redakteure, die Verwaltungsmitarbeiter, die Zeitungsboten, die Drucker, die Lkw-Fahrer, die die Zeitungen an der Druckerei abholen und zahllose andere, die noch nicht genannt sind. „Wie kommt es, dass immer genauso viel passiert, dass die Zeitung voll wird?“, will ein Mädchen wissen. Und ein Mitschüler: „Wenn ich über eine Veranstaltung schreibe, drucken Sie das dann?“ Manchmal erschreckt Zeitung. „Wo kommen die ganzen Todesanzeigen her? So viele Menschen sterben doch nicht“, ist ein Mädchen überzeugt. Obwohl Internet ein täglicher Begleiter der Gymnasiasten ist: Sie machen sich Gedanken über das, was in der NRZ steht.Ein Junge lässt die Sache mit dem Sport nicht los. „Wenn ich bei der Zeitung arbeite, fahre ich dann auch nach Gladbach zu den Spielen?“ Klar, und die Karten muss er auch nicht selbst kaufen - das Argument überzeugt, der Keim zu einem Berufswunsch zeigt sich.„Werden Sie häufig bedroht?“, will einer wissen. „Höchstens mal verflucht, wenn jemanden nicht gefallen hat, was über ihn in der Zeitung steht. Aber das ist selten“, ist die wenig abenteuerliche Anwort. Eine Lokalredaktion am Niederrhein ist eher kein Fall für die Organisation Reporter ohne Grenzen.Antworten und noch viel mehr Fragen werden sich Lehrerin Sonja Großböltig und ihrer 8c in den kommenden acht Wochen stellen. Jeden Morgen wird dann die NRZ in die Klassen geliefert und liefert Stoff für Diskussionen - über Politik, Sprache, Fotos, Anzeigenwerbung, Stilformen. Und, klar, über Sport.

Susanne Zimmermann

Quelle: NRZ

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