Film über Wesels Geschichte prämiert

 

Acht Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums wurden für ihren Dokumentarfilm "Wesels preußische Vergangenheit – Als die Eselstadt noch Schillstadt war" von der Heresbach-Stiftung Kalkar ausgezeichnet. Preisgeld: 1500 Euro. Von Isabell Hülse

Genau 24 Minuten und 52 Sekunden ist er lang, der Film, mit dem sich acht Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums am Schülerwettbewerb der Heresbach-Stiftung Kalkar beteiligt haben. Insgesamt 17 Wettbewerbsbeiträge wurden eingereicht, fünf davon von der Jury prämiert. Darunter natürlich auch der Film der KDG-Schüler. Der wurde im Rahmen eines über ein Jahr laufenden Projektkurses, der die Facharbeit ersetzt, erstellt. Unter dem Titel "Wesels preußische Vergangenheit – Als die Eselstadt noch Schillstadt war" beschäftigten sich Max Hochstein, Susanne Jonetzko, Tolga Kellersohn, Kira Loose, Simon Mai, Marcus Neumark, Kristin Sellmann und Henning Ziehm mit der Geschichte der Festungsstadt Wesel und dem damit verbundenen Schicksal der elf Schill'schen Offiziere.

Das Thema stach dabei aus den anderen Arbeiten heraus. "Die anderen Beiträge beschäftigten sich mit der NS-Zeit, der Nachkriegszeit und dem Wiederaufbau", erklärte Dr. Martin Wilhelm Roelen vom Stadtarchiv und Mitglied des Kuratoriums, das die Arbeiten bewertete. Brigitte Weiler vom Weseler Kreisarchiv lobte in diesem Zusammenhang, "dass das Thema von den Schülern selbst entwickelt wurde".

"Das Projekt lief über ein ganzes Schuljahr", erklärte Schülerin Susanne Jonetzko. Die Zeit habe man – von der Entwicklung des Themas bis zum fertigen Film – auch gebraucht. "Wir haben uns schnell für die Vergangenheit Wesels entschieden", blickt Simon Mai auf die Anfänge des Projekts zurück. Danach ging die Arbeit richtig los. Interviews und Bildmaterial wurden zu einem Film zusammengefügt. Ein besonderer Dank ging an Volker Kocks von Stadtarchiv und Helmut Langhoff vom Preußen-Museum, die den Schülern als Experten zur Seite standen. "Sie haben viel Zeit investiert", so Geschichtslehrer Micha Frommeyer, der das Projekt mit den Schülern durchgeführt hat. "Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt", erzählt Tolga Kellersohn, der sich besonders der technischen Umsetzung samt Schnitt und Effekten widmete.

Das erste Mal gesehen haben die Schüler, die jetzt in der Q2 sind, ihr Werk in den Sommerferien. Erstmals in der Öffentlichkeit wurde es im Rahmen der Kulturtage. Nun, rund ein halbes Jahr nach der Fertigstellung, gab es die Ehrung der Heresbach-Stiftung. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp überreichte den Schülern gestern im Ratssaal in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Heresbach-Stiftung eine Urkunde. Damit verbunden ist auch ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Damit könnte ein Tablet-PC für zukünftige Projekte angeschafft werden.

Quelle: RP

 

16.01.2014

Wesel. Projektkurs des Konrad-Duden-Gymnasiums untersuchte Wesels preußische Vergangenheit und bekam dafür ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Zum zweiten Mal schrieb die Konrad-Heresbach-Stiftung einen Wettbewerb für Schüler aus.

Die Punischen Kriege, die Französische Revolution oder auch die Zeit des Nationalsozialismus - das sind die großen Themen, die mit Geschichtsunterricht an Schulen in Verbindung gebracht werden.

Die Historie der eigenen Stadt zu erforschen hingegen ist für Schüler außergewöhnlich. Acht Jugendliche des Q1-Projekt-Grundkurses Geschichte am Konrad-Duden-Gymnasium machten diese spannende Erfahrung und wurden dafür auch noch mit einem satten Preisgeld belohnt. Gestern wurden sie als Preisträger des Schülerwettbewerbs der Heresbach-Stiftung ausgezeichnet.

Die nach Konrad Heresbach benannte Stiftung hat eine lange Tradition. Im August 1557 wurde sie vom Namensgeber selbst gegründet mit dem Ziel, Bildung, Wissenschaft und Forschung zu fördern. Berühmte Weseler, wie etwa Konrad Duden, zählen zu den Stipendiaten der Stiftung. Auch Stadtarchivar Dr. Martin Wilhelm Roelen erhielt ein Stipendium. Mittlerweile sitzt Roelen in der Kommission, die die eingereichten Beiträge des 2012 ins Leben gerufenen Schülerpreises bewertet.

Die Resonanz auf die Ausschreibung des Wettbewerbs sei im Vergleich zum Premierenjahr 2012 nun gestiegen, berichtet die Leiterin des Kreisarchivs Brigitte Weiler, ebenfalls Mitglied der Bewertungskommission. 17 Beiträge gab es diesmal, fünf davon wurden prämiert. Neben Projekten aus Geldern und Kalkar ist die Arbeit des KDG-Geschichtskurses das einzige Weseler Projekt. Es wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 1500 Euro ausgezeichnet.

Viel Arbeit investiert

Die Schüler Max Hochstein, Susanne Jonetzko, Tolga Kellersohn, Kira Loose, Simon Mai, Marcus Neumark, Kristin Sellmann und Henning Ziehm entschieden sich, die preußische Vergangenheit ihrer Heimatstadt zu untersuchen. Mit der Unterstützung ihres Lehrers Micha Frommeyer drehten sie einen knapp 25-minütigen Film mit dem Titel „Wesels preußische Vergangenheit – Als die Eselstadt noch Schillstadt war“. Die Jugendlichen recherchierten, drehten an verschiedenen Orten und führten Interviews mit Fachleuten aus dem Stadtarchiv und dem Preußen-Museum.

Ein ganzes Schuljahr habe das Projekt von der Idee bis zum fertigen Film in Anspruch genommen, berichtet Susanne Jonetzko. Durch die Entscheidung, einen Film zu drehen, mussten die Schüler nicht nur Inhalte recherchieren, sondern diese auch noch technisch verarbeiten. „Allein die ganzen verschiedenen Ebenen mit Farbeinstellungen, Unterton und Musik passend zusammenzubringen, war eine Menge Arbeit“, sagt Tolga Kellersohn.

Eine Arbeit, die sich aber gelohnt hat. Ein Teil des Preisgeldes soll voraussichtlich an die Schule gehen und in Equipment für weitere Projekte investiert werden. Der andere Teil geht als Belohnung direkt an die Schüler.



Zur Person
Konrad Heresbach wurde 1496 bei Mettmann geboren. 1523 kam der Humanist an den klevischen Hof und wurde dort Erzieher des Erbprinzen Wilhelm und auch der Prinzessin Anna von Kleve, die Heinrich VIII. von England heiratete. Nach dem Tod seiner ersten Frau und mit seiner zweiten Heirat kam Heresbach auf das Gut Lorward bei Wesel. Er starb 1576 und wurde im Willibrordi-Dom beigesetzt.

Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ist im Vorstand der in Kalkar ansässigen Konrad-Heresbach-Stiftung aktiv.

Von Gabi Schultze

Quelle: WAZ.de

© 2020 Konrad-Duden-Gymnasium Wesel. All rights reserved.