Tablets gehört an Schulen die Zukunft

 

RP 26.11.2013 Wesel. In der Sitzung des Schul- und Sportausschusses wird sich Dr. Heinzgerd Schott, der Leiter des Konrad-Duden-Gymnasiums, am Donnerstag zu Wort melden, um Politik und Verwaltung für ein äußerst wichtiges Thema zu sensibilisieren. "Es geht mir unter anderem darum deutlich zu machen, dass Tablet-Computer in wenigen Jahren zur Standardausstattung nicht nur in den weiterführenden, sondern auch in den Grundschulen gehören werden. Es ist wichtig, dass jetzt die nötigen Weichen gestellt werden, um diese Entwicklung nicht zu verschlafen. Auch wenn ich weiß, dass das nicht von heute auf morgen funktionieren wird." Von Klaus Nikolei Zwar gibt es bei der Weseler Schulverwaltung mit Ingo Balters einen von Schott hochgelobten IT-Fachmann, der über reichlich Sachverstand und Engagement verfügt, doch keinen IT-Plan für Schulen. So stellt sich der KDG-Schulleiter die (rhetorische) Frage, ob ein Mann alleine in der Lage sein kann, dauerhaft auf die IT-Bedürfnisse aller Schulen adäquat einzugehen. "Es geht nicht darum, bei den Etatberatungen genügend Geld für die Hardware zur Verfügung zu stellen. Es muss in nächster Zeit kräftig in die Wlan-Funktechnik investiert werden – trotz der finanziell angespannten Situation Wesels", sagt Dr. Schott. An seiner Schule wurde kürzlich Wlan so ausgebaut, dass es bereits im nächsten Schulhalbjahr zwei sogenannte Tablet-Klassen geben wird. Lehrer können für ihre Klassen und Kurse im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich Tablet-PC ausleihen. Die handlichen Computer ersetzen die Schulbücher, wobei die Schüler nach wie vor Rechnungen und Zeichnungen in ihre Hefte schreiben. Das nötige Geld für den Kauf von zwei Klassensätzen (40 bis 50 Tablet-PC) haben Sponsoren zur Verfügung gestellt. Über diese Tablet-Klassen wird das KDG auch am Samstag, 30. November, beim Tag der offenen Tür informieren. Während also im Duden-Gymnasium die ersten Schritte in Richtung buch- und blattlose Zukunft gemacht werden, sieht Wesels Schuldezernent Dirk Haarmann bislang noch keine Notwendigkeit, sich intensiv mit diesem Thema zu befassen. Denn, so erklärte er gestern auf Anfrage der RP: "Ich denke, dass es noch viel zu früh ist, über diese Sache nachzudenken. Zumal uns die Stabilität der Computersysteme sehr wichtig ist und eine Ausstattung aller Schulen mit Tablet-Computern große Investitionen bedeuten würde." Der Dezernent ist ebenfalls davon überzeugt, dass IT-Fachmann Balters allein in der Lage ist, alle wichtigen Aufgaben in Zusammenarbeit mit den Schulen zu meistern. Haarmanns Aussagen dürften Dr. Schott nur bestätigen. Denn er befürchtet, "dass die Stadt die digitale Zukunft verpassen könnte und sich deshalb ernsthafter als bislang mit dem Thema auseinandersetzen sollte“. von Klaus Nikolei

Quelle: RP Online

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