Foto-Story Lippeland

 

Lippe-Geschichte in Fotos erzählen

Text: Cornelia Krsak Foto: Ekkehart Malz, RP 02.07.2013

146 Foto-Enthusiasten zogen mit der Kamera für den Wettbewerb Foto-Story Lippeland 2013 los. 123 kamen am Ende an und gaben bei der VHS 80 Bildserien ab. Jetzt ist die Jury gefragt.

Ein Ehepaar aus Wesel packt seine Siebensachen und unternimmt einen Ausflug an die Lippe. Dort beobachten die beiden das Leben am Fluss und sammeln Fundstücke für ein Kunstwerk, das sie am Wegesrand in Szene setzen. Nach dem erholsamen Tag genießen sie die Stille des Abends. Diese kleine Geschichte war für die Teilnehmer des Wettbewerbs Foto-Story Lippeland 2013 der Beginn einer wunderbaren Bildererzählung. Erwachsene und Jugendliche stellten sich der Aufgabe, die Minigeschichte mit den fünf darin enthaltenen Schlüsselwörtern mit fotografischen Mitteln nachzustellen. Jeweils drei Fotos waren zu jedem Begriff zu erstellen, mindestens vier sollten einen Bezug zur Lippe aufweisen.

Besonders hoch war in diesem Jahr der Anteil der jugendlichen Teilnehmer mit etwa 50 Prozent, die in einer eigenen Kategorie starteten. Ein Grund dafür könnte das erfolgreiche Jugendprojekt der Foto-Story im vergangenen Jahr am Andreas-Vesalius-Gymnasium gewesen sein. "Das hat sich an den Schulen herumgesprochen", ist der künstlerische Leiter des Projektes Hans van Ooyen überzeugt. Ebenfalls hoch war der Anteil von Frauen, die zwei Drittel der Teilnehmer stellten.

Entscheidung über die Gewinner des Fotowettbewerbs entscheidet eine Jury. Sie werden bei der Preisverleihung am 12. September in der Aula der Musik- und Kunstschule Wesel bekanntgegeben.

Ausstellung Die Siegerfotos werden danach noch etwa einen Monat in einer Ausstellung im Preußen-Museum zu sehen sein.

Preise Der Wettbewerb ist mit 1000 Euro (600 Euro Jugendliche) für den ersten Platz, 600 Euro (300 Euro) für den zweiten Platz und 300 Euro (200 Euro) für den dritten Platz dotiert. Der Naturpark Hohe Mark stiftete einen "Sonderpreis Natur" über 100 Euro für die gelungenste Bildserie.

Eine Neuerung in diesem Jahr war die Möglichkeit, als Team zu starten. "Die Erfahrung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass viele Menschen mit Begleitung kamen. Das zeigt auch den zusammenführenden Charakter des Wettbewerbs. Es geht darum, gemeinsam etwas zu unternehmen und Heimat zu entdecken", so van Ooyen.

Der Wettbewerb wird seit 2007 vom Lippeverband in Kooperation mit der Stadt Wesel, Wesel-Marketing und der Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck ausgerichtet. "Für unsere Fotokurse ist es eine Bereicherung", sagt Claudia Böckmann, Projektverantwortliche bei der VHS.

Sofie Steinbring (15) und Yasmin Bauer (14) nahmen zum ersten Mal teil. "Wir haben einfach Spaß an der Fotografie und machen uns einen schönen Tag", erzählten die Freundinnen. Milan Skusa und Niklas Karbowiak (beide 15) waren mit Stativ und digitaler Spiegelreflexkamera bestens ausgestattet. "Wir sind beide auch begeisterte Filmer und haben schon viele Dokumentationen gedreht und selbst geschnitten", berichtete Karbowiak. "Ich experimentiere gern und beschäftige mich seit dem Abitur mit Fotografie", verriet Klaus-Uwe Kühl. Der Mittfünfziger liebt es, Spiegelungen abzulichten. Alle Teilnehmer bekamen ein Lunchpaket von Edeka Komp mit auf den Weg.

Bis zum Abend konnten die Fotos bei der VHS abgegeben werden. Von 146 Startern kamen 123 an. Sie reichten 80 Bildserien ein.
Quelle: RP

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