Die Physikanten in der Aula

 
 

Beifall für Physikstunde mit Knall-Effekten

"Die Physikanten" ließen den Direktor Dr. Heinzgerd Schott am Konrad-Duden-Gymnasium mit einem Helikopterhelm durch die Aula fliegen. Spontane Spende für I.S.A.R. auf den Philippinen.

Der Schulleiter des Konrad-Duden-Gymnasiums Dr. Heinzgerd Schott staunte am Freitagabend nicht schlecht, als er in das Publikum der ausverkauften Aula seiner Schule blickte: "So voll ist der Saal nur sehr selten." Und das auch noch anlässlich einer freiwillig einberufenen Sonderstunde Physik. Nicht nur Schüler, sondern auch viele Eltern und andere Gäste, die das schulpflichtige Alter schon lange überschritten haben, erwarteten freudig den Beginn der naturwissenschaftlichen Doppelstunde. Nach ein paar begrüßenden Worten durch den Schulleiter und Petra Hegmann, Vorsitzende des Fördervereins des Gymnasiums, stürmte das Wissenschafts-Comedy-Ensemble "Die Physikanten" die Bühne.

Professor Doktor Liebermann und sein nicht auf den Mund gefallener Assistent "Herr Müller", der kess durch den Abend führte, hatten die begeisterte "Schülerschaft" von der ersten Minute für sich gewonnen. Sie demonstrierten rund fünfzehn spannende Experimente, bei denen nicht selten das Publikum dran glauben musste.

Von Schülern, über Väter bis hin zu speziell einem Gast in der ersten Reihe, Udo Esser ("Udo wird heute mehrfach durch den Raum fliegen – gefüllt mit Gas") kamen alle an die Reihe und wurden in die halsbrecherischen Experimente mit einbezogen. Sogar vor dem Schulleiter Dr. Schott machte das experimentierfreudige Duo nicht halt. Dieser musste mit Hilfe des Van-de-Graaff-Generators, eine Apparatur zur Erzeugung hoher elektrischer Gleichspannungen, den "Physikanten-Helikopter" testen. "Mit Ihnen kann man den Versicherungsfall besser abwickeln", begründete "Herr Müller" ganz einleuchtend, wieso die Wahl gerade auf den Direktor fiel.

Mit vielen Lichteffekten, Musik, Explosionen, Knallgas und Feuerhosen, aber vor allem mit einer ordentlichen Prise Humor schafften es die Physikanten auf anschauliche Weise, grundlegende physikalische Gegebenheiten zu erklären.

"Es ist total witzig und bringt den Kindern das Wissen so schön nah. Auch ich konnte einiges noch mal auffrischen", bilanzierte Mutter Verena Birnbacher begeistert. Als am Ende der Gong ertönt, geht ein enttäuschtes Raunen durch den Saal – schade, dass die Stunde schon vorbei ist! Diese Reaktion wünscht sich bestimmt jeder Physiklehrer.

Übrigens: Der vom Förderverein organisierte Abend wurde unterstützt von der Verbands-Sparkasse Wesel, der BYK Chemie, vom RWE und von der Firma Clyde-Bergemann. Das ermöglichte dem Förderverein, einen Teil der Einnahmen an I.S.A.R. Germany zu spenden. Die Hilfsorganisation leistet zurzeit mit 24 Freiwilligen Katastrophenhilfe nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen. "Wir haben uns entschlossen, aus den Einnahmen der Abendveranstaltung die Summe von 1000 Euro an die Hilfsorganisation I.S.A.R. in Moers zu spenden", sagte Petra Hegmann, Vorsitzende des Fördervereins. "Hier sehen wir eine seriöse Möglichkeit, mit regionaler Nähe den Taifun-Opfern auf den Philippinen zu helfen." www.isar-germany.de/hilfsorganisation/

Friederike Hochstrat

Quelle: RP Online
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/beifall-fuer-physikstunde-mit-knall-effekten-aid-1.3823907

 

Verblüffende Experimente und eine gehörige Portion Humor gab’s fernab vom Unterricht in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums: „Die Physikanten“ Professor Dr. Liebermann und sein Assistent Herr Müller waren beim Konrad-Duden-Gymnasium zu Gast.


Es knallte, loderte und zischte in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG). Aus einem rotierenden Drahtkäfig schoss eine hohe Flamme hervor, Gurken wurden zum Leuchten gebracht und Cola bekam plötzlich die Konsistenz von Pudding. Denn hier waren "Die Physikanten" am Werk: Professor Doktor Liebermann und sein Assistent Herr Müller begeisterten die Zuschauer mit einer Show aus verblüffenden Experimenten und einer gehörigen Portion Humor. Was zunächst wie Zauberei wirkte, wurde dem Publikum anschließend erklärt. Die leuchtende Gurke zum Beispiel, von Herrn Müller auch scherzhaft "Discogurke" getauft, wurde vorher in Salz eingelegt und somit elektrisch leitfähig. Der anschließend durch die Gurke geleitete Strom erzeugte Wärme und brachte sie schließlich zum Glühen.

Immer wieder ging das vergnügte Duo auf das Publikum ein. "Wird das Gefäß mit Wasser schwerer, wenn ich meine Hand ins Wasser tauche?" Über solche und andere Fragen durfte das Publikum zuvor abstimmen, um dann mehrheitlich verblüfft zu werden: Ja!

Einige Zuschauer wurden auch auf die Bühne gerufen, etwa um mit einer Menschenkette einen Stromkreis zu schließen. Auch KDG-Schuldirektor Dr. Heinzgerd Schott war Teil eines Versuchs: Auf dem Kopf einen lustigen gelben Bauarbeiterhelm mit Propeller, sollte er seine Hand auf eine Metallkugel legen. Und siehe da, der Propeller fing an sich zu drehen, da der Schulleiter über die Metallkugel elektrisch aufgeladen wurde.

Sascha Ott alias Professor Dr. Liebermann und Thomas Müller alias Assistent Herr Müller sind Teil des etwa 20-köpfigen Teams um die Wissenschaftsshow "Die Physikanten" aus Dortmund-Witten. Sie treten hauptsächlich an Schulen und bei Firmenveranstaltungen in ganz Deutschland auf, haben ihr Programm aber auch schon in Schweden und Japan präsentiert.

Ans KDG geholt hatte sie Petra Hegmann, die Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Vormittags gab es insgesamt drei Vorstellungen für KDG-Schüler und einzelne Kurse umliegender Schulen. Abends waren auch Eltern und andere Interessierte zum Lachen und Staunen eingeladen. Martin Hochstrat und Jonathan Geßner aus der 6a des KDGs hat es wie einigen anderen Schülern am Vormittag so gut gefallen, dass sie abends direkt noch einmal gekommen sind. "Man versteht schon ein bisschen davon, wir haben gerade im Physikunterricht auch das Thema Elektrizitätslehre. Und es ist schon ziemlich lustig", berichteten die beiden Elfjährigen. Dem Publikum wird die Show sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Damit auch die "Physikanten" den Tag in Wesel nicht so schnell vergessen, wurde ihnen am Ende des Abends zum Andenken an die Stadt ein Stofftier-Esel überreicht.

Der Erlös der Abendveranstaltung wird an die Hilfsorganisation I.S.A.R. in Duisburg gehen. Die Helfer sind zurzeit auf den Philippinen, wo mit den Folgen des verheerenden Taifuns gekämpft wird. Die erste Vorsitzende des Fördervereins des Konrad-Duden-Gymnasiums, Petra Hegmann, teilte mit, dass es sich um eine Spende von 1000 Euro handelt.

Kathrin Wrobel

Quelle:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wesel-hamminkeln-und-schermbeck/schuldirektor-mit-propeller-id8675893.html

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