Schulsozialarbeiterin Frau König

 

Ihr Bu?ro steht Schu?lern und Eltern offen
NRZ 06.11.2012

Schulsozialarbeiterin Sarah Lena König ku?mmert sich ku?nftig um die Sorgen und Nöte am Konrad-Duden-Gymnasium. Sie ist Ansprechpartnerin bei schulischen und privaten Problemen

Von Susanne Zimmermann Wesel

Eine junge Schulsozialarbeiterin hat gestern ihren Dienst am Konrad-Duden-Gymnasium aufgenommen: Sarah Lena König (26) wird ku?nftig Ansprechpartnerin fu?r die Schu?ler sein. Wozu hat ein Gymnasium eine solche Fachkraft nötig? Schulleiter Heinzgerd Schott erläutert: ,,Wir sind jetzt Ganztagsschule. Fru?her haben die Schu?ler am Nachmittag ihre Probleme in den Familien besprochen." Nun sind sie auch nachmittags am Gymnasium.

Und auch diese Schulform ist keine Insel der Glu?ckseligen, kennt Kinder mit sozial-emotionalen Störungen - magersu?chtige Mädchen, solche, die sich selbst verletzen, Kinder, die sich nicht konzentrieren können. Jugendliche mit schulischen oder privaten Problemen.

Vertraulichkeit garantiert

Hinzu kommt: Inklusion soll so viele Schu?ler wie möglich von den Förder- in den Regelschulbetrieb bringen. „Bei körperlichen Behinderungen ist das unproblematisch“, erläutert Schott. Junge Leute mit psychischen Störungen benötigen mehr Unterstu?tzung.

Fu?r sie und all die anderen soll Sarah Lena König Ansprechpartnerin sein - eine Vertraute ohne Klassenbuch und Zensuren. ,,Was in meinem Bu?ro gesprochen wird, soll auch darin bleiben“, sagt die junge Frau. Sie hat eine Schweigepflicht, "es sei denn, ein Leben wäre in Gefahr“. Könnten die Schu?ler darauf nicht vertrauen, würden sie wohl nicht zu ihr kommen.

Auch der Kontakt zu Lehrern und Eltern gehört zur Arbeit der Sozialarbeiterin, die sich jetzt erstmal mit der Schule vertraut machen will. In erster Linie hat ihre Arbeit mit den ju?ngeren Schu?lern der Sekundarstufe I zu tun. „Doch auch die Älteren haben Probleme, sie stehen unter enormem Stress“, weiß Beratungslehrerin Christine Benning-Cebula, die bisher neben dem Unterricht eine Ansprechpartnerin fu?r die Schüler war und ku?nftig auch sein wird. Das Abitur mit dem zwölften Jahrgang geht an vielen Gymnasiasten nicht·spurlos voru?ber. Zwar ist der Ganztagsbetrieb auf die unteren Klassen beschränkt, doch kaum jemand von den Älteren hat noch freie Nachmittage. Durch das eingesparte Jahr ist der Stoff dichter geworden. Benning-Cebula freut sich u?ber die Verstärkung durch eine Sozialarbeiterin. Immerhin hat das Konrad-Duden-Gymnasium rund 1100 Schu?ler - da kommt Bedarf zusammen. „Es geht nicht allein um Nachsorge, dann da zu sein, wenn bereits etwas schief gegangen ist“, sagt Schulleiter Heinzgerd Schott. Auch im Rahmen der Präventionsarbeit kann sich die Sozialarbeiterin einbringen: Das KDG hat verschiedene Projekte zum Thema Drogen, Deeskalation, Alkohol, Sexualität und anderem. Es gibt jede Menge zu tun fu?r Sarah Lena König. „Die Sozialarbeit hier an der Schule ist neu. Ich freue mich darauf, sie aufzubauen“, sagt sie.

 

Immer ein offenes Ohr fu?r die Schu?ler
Rheinische Post 06.11.2012

Durch den Ganztag am Konrad-Duden Gymnasium wächst die Betreuungsaufgabe. Die neue Schulsozialarbeiterin Sarah Lena König soll Jugendlichen helfen, ihre Probleme zu lösen. Das Kollegium wird entlastet.

VON NIELS EBLING WESEL

„Wenn ich fru?her an Sozialarbeiter gedacht habe, war ich der Meinung, dass nur Hauptschulen so etwas nötig hätten“, sagt Dr. Heinzgerd Schott, Schulleiter des Konrad-Duden-Gymnasiums, ehrlich. Wie ihm geht es vielen Menschen. Doch Zeiten ändern sich und so trat mit Sarah Lena König Anfang November eine Schulsozialarbeiterin am Feldmarker Gymnasium ihren Dienst an.

„Viele Probleme wandern aus dem familiären Umfeld in die Schule." Dr. Heinzgerd Schott Schulleiter des Konrad-Duden-Gymnasiums

Der wesentliche Grund hierfu?r sei die Einrichtung des Ganztags fu?r die Sekundarstufe eins. „Viele Probleme wandern damit aus dem familiären Umfeld in die Schule. Die Betreuungsaufgabe wird größer“, so der Schulleiter. Auf die 26-jährige Sarah Lena König, die soziale Arbeit in Bochum studiert und bereits Erfahrungen in verschiedenen Schulen und bei einem Weiterbildungsträger gesammelt hat, wartet ein breites Spektrum an Aufgaben. „Der erste Schritt ist, die Schu?ler, Kollegen und die Schule kennenzulernen“, sagt sie. So könne man Vertrauen aufbauen - die Basis ihrer Arbeit. Ein Großteil ihrer Tätigkeit wird präventiver Natur sein. „Soziales Lernen, Drogenerziehung, Sexualerziehung und Deeskalationstraining sollen beispielsweise zum Angebot der Schule gehören. Sollten Probleme auftreten, egal ob in der Schule selbst, in der Familie oder anderswo, hat Sarah Lena König immer ein offenes Ohr. Dabei unterliegt sie selbstverständlich der Schweigepflicht. „Was im Bu?ro mit mir besprochen wird, bleibt auch im Bu?ro“, verspricht sie. Das liegt u?brigens in einem alten Klassenraum im ersten Obergeschoss des Schulgebäudes. „Dort ist sie inmitten der Schu?ler und immer erreichbar“, sagt Heinzgerd Schott. Damit man jederzeit an ihre Tu?r klopfen könne, wenn man Hilfe benötigt. Dieses Angebot richtet sich aber nicht nur an Schu?ler und das Lehrerkollegium, sondern auch an die Eltern. „Der Kontakt zu ihnen spielt eine große Rolle und soll in Zukunft weiter ausgebaut werden“, betont König. Um auf sich aufmerksam zu machen; möchte sie auch die anstehenden Elternsprechtage nutzen. Bisher war Christine Benning-Cebula als Beratungslehrerin Anlaufstelle Nummer eins fu?r Schu?ler in Notlagen. Ihre Problme seien vielschichtig, berichtet sie. Von Hänseleien u?ber sozio-emotionale Probleme bis hin zu ernsthaften, psychischen Störungen sei alles dabei. Wenn es nötig ist, werden die Betroffenen an geeignete Beratungsstellen vermittelt, zu denen das Gymnasium einen engen Kontakt pflegt. Christine Benning-Cebula sieht sich als Beratungslehrer in der Zukunft als Verbindungsstu?ck zwischen dem Kollegium, den Schu?lern und der neuen Schulsozialarbeiterin. Die von der Bezirksregierung auf Antrag der Schule zugesagte volle Stelle fu?r die Sozialarbeiterin sei eine „echte Bereicherung“. „Jetzt können sich die Lehrer wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren“, begru?ßt auch der Schulleiter den Zuwachs im Kollegium.

Längere Schulzeiten fu?r die Sekundarstufe eins - Betroffene Klassen

Ganztag
Vor drei Jahren wurde der Ganztag am KDG eingerichtet. Somit sind die alle Schu?ler des fu?nften. sechsten und siebten Schuljahres betroffen. Ab 2014 haben alle fu?nf Jahrgänge ganztägig Unterricht.

G8
Durch das Abitur nach zwölf Jahren verbringen die Schu?ler der achten und neunten Klassen heute schon häufig den Nachmittag in der Schule.

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