KDG-Duo hilft in Togo

 

Theresa Unsenos und Sophia Oberender aus Wesel (beide 19) gehen nach dem Abi für vier Wochen nach Togo, um in einem Krankenhaus zu helfen. Den Kontakt hat Anna Maria Klocke vom Verein „Togo - Neuer Horizont“ hergestellt.
\ VON WALTRAUD WiLLEKE in RP vom 22.5.2012

HAMMINKELN/WESEL „Die Wiedersehensfreude war überwältigend. Beim Abschied sind Tränen geflossen“, gestand Anna Maria Klocke (Dingden), Vorsitzende des Vereins „Togo - Neuer Horizont“, als sie gestern von ihrer letzten Reise nach Afrika berichtete. Dorthin zieht es im August Theresa Unsenos und Sophia Oberender (beide 19). Die beiden Weselerinnen legen derzeit am Konrad-Duden-Gymnasium ihre Abiturprüfungen ab und wollen dann für vier Wochen in der Krankenstation in Atakpame (Togo) arbeiten. Beide haben bereits medizinische Praktika abgelegt. Im Oktober beginnt Theresia Unsenos eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in der Kinderklinik

„Wir waren in einer anderen Welt, die Erlebnisse werden wir nie vergessen“

des Marien-Hospitals Wesel. Es wird für beide sicher eine unvergessliche Zeit werden. Den Kontakt nach Atakpame hat Anna Maria Klocke hergestellt. In besagter Krankenstation waren jetzt kürzlich zwei junge Frauen aus Schöppingen vier Wochen lang ehrenamtlich aktiv, die gestern in Dingden zu Gast waren und von ihren Erfahrungen berichtet haben. „Der Aufenthalt in Togo war spannend, die Arbeitsbedingungen hart. Aber wir bereuen keine Minute. Wir waren in einer anderen Welt, die Erlebnisse werden wir nie vergessen“, sagen die beiden.

Im April war Anna Maria Klocke in Togo, um unter anderem an der Grundsteinlegung für den Neubau einer Krankenstation in Haniygba-Duga teilzunehmen. „Das Dorf Ha-niygba-Duga hat rund 11000 Einwohner. Und zehn weitere Dörfer in der Region können von der Krankenstation profitieren“, erzählt sie. Die Grundsteinlegung glich einem Volksfest. „Das ganze Dorf war vertreten, die Kinder hatten schulfrei." Das Flächendorf liegt in den Bergen, hat weder Strom-noch Wasseranschluss. Das Komitee zur Dorfentwicklung trat an den Verein heran, denn der Weg zur nächsten Klinik ist weit entfernt. Die Dorfgemeinschaft stellte Landparzellen zur Verfügung. Pater Marian Schwark von der Steyler Mission ist Pfarrer im Ort, wird in Kooperation mit dem Verein vom Niederrhein die Ausführung des Projekts begleiten. In der Krankenstation sollen vor allem Schwangere und Kinder behandelt werden. Die Kosten für den Neubau sind mit rund 150000 Euro kalkuliert. Außerdem werden ein Brunnen gebohrt und eine Solaranlage installiert, um die Stromversorgung zu sichern. „Wir brauchen allerdings noch Unterstützung“, sagt die Vereinsvorsitzende und ruft zu Spenden auf (Info). In Planung ist auch der Bau eines Fußballplatzes.

Die Sportstätte ist Teil eines Projektes für Straßenkinder. In Klockes Reisegepäck befanden sich auch Trikots von Blau-Weiß Dingden, die in Togo mit Begeisterung entgegengenommen wurden. Ringenberger Frauen hatten für die Kleinkinder Strampler gestrickt. Auch diese Geschenke brachten Freude.

INFO: Spendenkonten
Wer den Dingdener Verein „Togo -Neuer Horizont" bei seinem neuen Projekt finanziell unterstützen möchte, kann einen beliebigen Geldbetrag spenden. Einzahlungen sind möglich auf das Konto mit der Nummer 1200 420 019 bei der Volksbank Rhein-Lippe (Bankleitzahl 356 605 99) oder auf das Spendenkonto mit der Nummer 215 145 bei der Verbands-Sparkasse Wesel (Bankleitzahl 356 500 00).

 

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