KDG-Autoren auf "LiteRadtour"

 

VON CARINA STOLL in RP vom 29.6.2012
WESEL Literatur und Fahrrad fahren? Haben diese beiden Dinge etwas miteinander zu tun? „Ja!“, sagt der Literaturkurs des Konrad-Duden-Gymnasiums Wesel. „Das Fahrradfahren gehört ebenso zum Niederrhein wie schöne Geschichten", meint Christine Walkenhorst, Lehrerin des Kurses. Die Idee, diese beiden Komponenten miteinander zu verbinden, war also lange vorhanden. Die Schüler ließen ihrer Kreativität freien Lauf und das Event, mit dem witzigen Namen „LiteRadtour“, entstand. Diese Radtour stellt einen abwechslungsreichen Kontrast zu Literaturabenden in der Aula oder Literaturcafes dar. Der Plan war es nun, eine Radtour durch Wesel zu gestalten, auf der viele literarische Leckerbissen auf die Mitradler warten. Bloß, wie soll die Fahrradstrecke verlaufen?
 Denkt man an Wesels schönste Ecken, so hat man automatisch ein Bild des Rheins oder des naturbelassenen Auesees vor Augen. Ein Motto für die Radtour war also schnell gefunden; „Weselwasser". Zur Radtour wurden Freunde, Eltern, Lehrer und Interessierte geladen. Abfahrt war an der Schule. Danach ging es zunächst zum Schwarzen Wasser. Hier erzählten Iinda Tammeweski, Laura Wikker und Hendrik Zepmeusel die „Sage vom Schwarzen Wasser“ und lieferten in der recht gruseligen Geschichte die Erklärung, warum das Wasser „schwarz“ ist. Weiter ging es zum Auesee, wo Adriano Grella, Pia Hoppe und Viktoria Kaiser eine herzerweichende Geschichte mit dem Namen „Der alte Mann und der See“ vorlasen. Am Yachthafen warteten dann schon Deetje Fehlings, Lisa Witt und Eva Zimmermann mit ihrer Geschichte „Eine Mutprobe mit Folgen". Danach ging es weiter zum Brückenpodest.
 Passend zur Liebesgeschichte „Ein Schloss für die Ewigkeit“ von Philippe Gondolf, Moritz Hüsken und Katharina Paus befestigten die Autoren ein Schloss im Namen des Literaturkurses am Zaun des Podestes und warfen den dazugehörigen Schlüssel feierlich in den Rhein.
  Endstation war am Weseler Hafen, wo Isabel Desoye, Katharina Henke und Pia Terhorst ihre Geschichte „Stromabwärts" erzählten. Die Geschichten waren von den Schülern alle selbst geschrieben und individuell auf den jeweiligen Standort angepasst. Das Erzählte harmonierte somit mit den idyllischen Kulissen. Der Clou dabei war, dass die Mitfahrenden bei jeder Station ein kleines Präsent erhielten,. „Mit diesem Projekt will sich der Kurs bei dem Schreibwettbewerb „Wenn Wasser erzählt" vom „Geest Verlag“ bewerben.

 

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