Jonas Feldmann bei Chemie-Olympiade

 

VON MEYEL LONING in RP vom 8.2.2012

HAMMINKELN/LEVERKUSEN Ein Erlebnis bei der Chemie-Olympiade wird die Dormagener Oberstudienrätin Birgit Vieler nicht vergessen. In dem Wettbewerb für Nachwuchsforscher stand einer ihrer Schüler kurz vor der Qualifikation für das Bundesfinale. Doch dann fackelte er bei einem Laborversuch das Lösungsmittel ab. „Danach habe ich meinen Schülern vorab Praktika organisiert, damit sie auch im Labor überzeugen“, sagt Vieler. Heute ist sie NRW-Landesbeauftragte des Wettbewerbs - und hat Spaß daran, die Chemie-Talente „ein bisschen weiter zu stupsen“ auf ihrem Weg. Eines von ihnen ist der Hamminkelner Jonas Feldmann. Der 18-Jährige hat es in die bundesweite Auswahlrunde geschafft.

Im Sommer Abitur

Der Schüler des Weseler Konrad-Duden-Gymnasiums gehört zu den besten 20 Schülern aus NRW, die bis gestern für vier Tage zu einem Trainingsseminar beim Konzern Bayer in Leverkusen zusammenkamen.

Dort standen für die jungen Forscher auch praktische Übungen im Labor an. Dabei gilt für die Chemie-Olympioniken dasselbe wie für die sportlichen Kollegen - „Dabei sein ist alles“. Das Gelernte gehe deutlich über den Unterrichtsstoff hinaus, sagt Feldmann. „Gerade die praktischen Möglichkeiten hier sind ideal.“ Für Feldmann, der im Sommer sein Abitur macht, ist die Chemie-Olympiade eine Vorbereitung fürs Studium. Er werde auf jeden Fall Biochemie studieren, sagt der 18-Jährige. Weil er gewisse Zusammenhänge verstehen möchte, wie er sagt.

Ziel: Für die USA qualifizieren

Die Chemie-Olympiade, die von der Bayer-Stiftung mit 15000 Euro gefördert wird, hilft dem 18-jährigen Hamminkelner dabei, Fuß zu fassen in der Branche. Schon bald wird Feldmann bei Bayer ein Praktikum absolvieren. „Das machen viele und knüpfen auf diese Weise weitere Kontakte“, sagt die NRW-Landesbeauftragte Vieler. Die Chemie-Olympiade sei ein Sprungbrett für die Nachwuchsforscher. Feldmanns Sprungbrett ist dabei für Außenstehende trotz des Bayer-Trainings eher ein Zehn-Meter-Turm: In den kommenden Monaten erwarten ihn drei fünfstündige Chemie-Klausuren. Bei der einen geht’s um das Abitur, bei den anderen beiden um die Qualifikation für die internationale Chemie-Olympiade in den Vereinigten Staaten von Amerika.

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