G8 und G9 feiern Abi zusammen

 
 
Mehr als 200 Schüler machen im Frühjahr 2013 am Duden-Gymnasium Abitur - die einen nach zwölf, die anderen nach 13 Jahren. Seit einem Jahr lernen G 8- und G 9-Schüler gemeinsam. Probleme, so die Schulleitung, gebe es nicht.

VON KLAUS NIKOLEI in RP vom 21.8.2012

WESEL Wie an fast allen anderen Gymnasien in NRW legen im Frühjahr 2013 auch am Konrad-Duden-Gymnasium G 8- und G 9-Schüler gemeinsam ihre Abiturprüfungen ab - insgesamt rund 215 junge Leute im Alter von 17 bis 20. Größere Probleme für die Schüler und auch das Kollegium erwartet KDG-Di-rektor Dr. Heinzgerd Schott deshalb aber nicht. Denn seit Anfang des vergangenen Schuljahres werden G 8- und G 9-Schüler in Kursen gemeinsam unterrichtet. Damals geäußerte Befürchtungen vieler Eltern, dass die Kinder, die in zwölf Schuljahren zum „Turbo-Abi“ getrieben werden, schlechter abschneiden, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil. „Wir haben Arbeiten ausgewertet und festgestellt, dass die Noten der G 8-Schüler im Schnitt noch ein klein wenig besser waren“, sagt Dr. Schott. Gleichwohl gibt er zu, dass viele der älteren Schüler eine stärker ausgeprägte Persönlichkeit haben. „Das eine Jahr macht sich dann doch bemerkbar.“

Mehr Lehrer, Räume und Schüler

Erfreut ist er, dass sich der doppelte Abi-Jahrgang als Einheit fühlt. „Wir werden zwar die Zeugnisse an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Bühnenhaus aushändigen, doch die große Abifeier wollen die Schüler zusammen organisieren“, sagt Dr. Schott. Dabei dürfte es ein Problem geben. Denn ob die Niederrheinhalle für deutlich mehr als 1000 Personen geeignet ist, bleibt abzuwarten: „Wenn jeder Abiturient nur fünf Gäste einladen würde, müsste eine Halle für 1200 Personen gefunden werden“, rechnet der Oberstudiendirektor vor.

Erfreut verkündete Dr. Schott gestern zusammen mit seinem neuen Konrektor Marcus Padtberg (siehe Bericht rechts), dass man neun qualifizierte Pädagogen und fünf Referendare gefunden habe, „so dass kein Fach ausfallen wird. Nur werden einige Klassen zwei statt drei Sportstunden haben“. Mittelfristig sucht das neue KDG-Führungsduo aber Lehrer für Physik und Informatik.

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist auch die Zeit der Raumnot Geschichte. Weil die Duden-Real-schüler nun im umgebauten Ex-Hauptschul-Gebäude unterrichtet werden (siehe Text unten), konnten rund 20 Räume im ersten Obergeschoss nach den Bedürfnissen des Gymnasiums umgestaltet werden. Und sobald die Realschul-Verwaltung im Herbst ihren Schülern folgt, wird das KDG die zusätzlichen Räume unter anderem als Besprechungszimmer und für den neuen Sozialarbeiter nutzen. Übrigens: Die Zahl der neuen Fünftklässler ist von 122 auf 145 gestiegen.

INFO: Pavillons vor Abriss

Durch den Umzug der Duden-Realschule ins frühere Hauptschul-Gebäude, hat das Duden-Gymnasium 20 neue Räume im ersten Obergeschoss erhalten. Die Schul-Pavillons stehen deshalb leer. Die Schulleitung hofft, dass sie bald abgerissen und nicht zuvor Zielscheibe von Vandalismus werden.'

Duden-Realschule bezieht neues Gebäude

WESEL (kwn) Für die Realschule Nord beginnt morgen eine neue Zeitrechnung. Denn die rund 400 Schüler (darunter 44 Fünftklässler) beziehen neue Klassenräume - im ehemaligen Gebäude der benachbarten Konrad-Duden-Hauptschule. Auch wenn gestern im Foyer noch zahlreiche Tische und Stühle standen, der Hausmeister kaum zum Durchatmen kam und die Reinigungskräfte noch jede Menge Arbeit vor sich haben, ist Schulleiterin Ina Gaastra überzeugt, dass alles so weit fertig wird, dass der Unterricht ungehindert starten kann. Dass sich in den frisch gestrichenen Klassenräumen derzeit noch die Umzugskartons stapeln, sei völlig normal, sagt die Schulleiterin. „Auch bei einem privaten Umzug ist am ersten Tag noch nicht alles perfekt. Bilder, Dekoration, Pflanzen - das kommt alles noch. “ Die Verwaltungsräume inklusive Lehrerzimmer bleiben bis zu den Herbstferien im Oktober noch da, wo sie sich seit Jahrzehnten befinden. „Wenn wir dann im Herbst auch umgezogen sind, gibt es im November eine offizielle Eröffnungsfeier“, erklärt Ina Gaastra.

Durch den Umzug hofft das 30-köpfige Lehrerkollegium, bei den Eltern der Weseler Viertklässler zu punkten. Denn im Februar braucht die Schule mindestens 52 Neuanmeldungen, um weitermachen zu dürfen. Eine Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung hat das Aus in diesem Jahr noch verhindert. Doch auch mehr als 52 Anmeldungen wären keine Garantie, dass die Schule dauerhaft bestehen bleibt.' Bekanntlich gibt es in Wesel Bestrebungen der Ampel-Koalition, die Sekundarschule einzuführen. Entschieden ist noch nichts.
Rheinische Post vom 21.8.2012

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