2 Ehemalige in Afrika

 

ZWEI WESELERINNEN IN AFRIKA

Von der Herzlichkeit der Togolesen fasziniert

RP-Thema in RP vom 30.8.2012

WESEL (RP) Die beiden jungen Weselerinnen Sophia Oberender und Theresa Unsenos sind kürzlich zu einem großen Abenteuer aufgebrochen. In der togolesischen Stadt Atakpame arbeiten die beiden Freundinnen, die im Mai am KDG ihr Abitur bestanden haben, in einer Krankenstation und unterstützen damit die Arbeit des Hamminkelner Vereins „Togo - Neuer Horizont“. In unregelmäßigen Abständen berichten die beiden von ihrem Leben in Togo.

"Eine ganz andere Welt... Diesen Eindruck erlangten wir bereits kurz nach unserer Ankunft in Togo und er verfestigte sich im Laufe unserer ersten Woche. Schon auf dem Weg vom Flughafen zum Wohnheim der Steyler Missionarsschwestern, in dem wir für die nächsten zwei Wochen untergebracht sein würden, wurde uns bewusst, wie anders die Menschen und ihr Leben hier sind. Die Temperaturen waren hoch, es war drückend schwül, die holprigen Straßen waren voller Menschen, es war laut, dreckig und bereits um sieben Uhr abends stockdunkel. Der herzliche Empfang der Schwestern erleichterte uns in der ersten Woche den Einstieg in dieses fremde Leben. Zurzeit besteht unsere Aufgabe vor allem darin, in einer Vorschule dabei zu helfen, vier-bis sechsjährigen Kindern Grundlagen für die Schule beizubringen, bevor wir dann in der nächsten Woche weiter nach Atakpame reisen, um dort in der Krankenstation zu helfen.

Egal ob Lesen oder Schreiben. Im Englischen, Französischen oder Deutschen lernen die Kinder den ersten Umgang mit Buchstaben und Zahlen. Bereits von Anfang an waren die Kinder gebannt von uns „weißen Europäern“ und faszinierten uns mit ihrer herzlichen, offenen, liebevollen und anhänglichen Art. Diese Aufgeschlossenheit scheint, genau wie die Lebensfreude ein charakteristisches Merkmal der Menschen in Togo zu sein.

Kirchen sind sonntags überfüllt

Sie feiern oft fröhlich und ausgelassen - morgens früh und abends oft bis spät in die Nacht auf den Straßen, machen Musik, trommeln und tanzen. Aber auch den Gottesdienst zelebrieren die Menschen hier viel fröhlicher, bunter und intensiver. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Kirchen am Sonntagmorgen überfüllt sind. Der Glaube scheint hier viel tiefer und ausgeprägter zu sein, die Menschen beten oft und viel. Einer von zahlreichen Unterschieden zu unserer Heimat... Schon jetzt ist uns klar, dass wir in eine ganz andere Welt eingetaucht sind.“

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