Um die Wette rechnen

 

Arne Schlabes vom Konrad-Duden-Gymnasium Wesel sichert sich bei Matheolympiade Platz eins

Erwin Kohl in NRZ vom 7.2.2011

Kreis Wesel. Für die einen ist der Gedanke unvorstellbar, sich in der Freizeit und noch dazu freiwillig damit zu beschäftigen. Für die anderen ist es der besondere Kick. Wohl kein Schulfach polarisiert mehr als das der Mathematik. Und wenn es dazu um Titelehren geht, um die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen, gibt es für viele kein Halten mehr. Zum Beispiel für Arne Schlabes vom Weseler Konrad-Duden-Gymnasium. Der Schüler besucht die siebte Klasse und hat nun bei der Matheolympiade auf Kreisebene den ersten Platz erreicht und sich damit für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Mehr als 16 000 Schüler alleine aus Nordrhein-Westfalen waren bei der 50. Auflage der Mathematik-Olympiade am Start, 600 davon aus den 14 Gymnasien des Kreises Wesel. Im Rheinberger Amplonius-Gymnasium wurden jetzt die Sieger der zweiten Runde geehrt. Das Motto des Abends lautete: "Zahlen sind die Moleküle des Lebens" und entstammt einem Werbespot der Post AG zur Einführung der neuen Postleitzahlen.

Rekordverdächtige 13 Rechenkünstler der Klassen 5 bis 13 dürfen für den gekonnten Umgang damit am 26. Februar am Landeswettbewerb in Krefeld teilnehmen.

"Die Anzahl richtet sich nach dem Abschneiden in den vergangenen Jahren, da war der Kreis sehr erfolgreich", erklärt Regionalkoordinator Ulf Baumgarten. Für Norbert Stirba, Fachbereichsleiter der Bezirksregierung, keine ungewöhnliche Tendenz: "Die Kreise Kleve und Wesel nehmen gemeinsam mit Viersen im Bereich Mathematik eine Führungsrolle in NRW ein." Neben Ruhm und Ehre bergen die Auszeichnungen durchaus nachhaltige Effekte, weiß Mathelehrer Baumgarten: "Die Siegerurkunden, auch der unteren Klassen, werden von Personalchefs durchaus positiv bewertet. Da baut niemand einen Papierflieger draus."

Kein Wunder, dass viele der "Hobbymathematiker" seit Jahren an dem Wettbewerb teilnehmen. Und sie lockt das Finale in Trier, in dem der deutsche Meister gekürt wird und dann auch noch an der Weltmeisterschaft teilnehmen darf.

 
 

VON WALTRAUD WILLEKE in RP vom 7.2.2011

KREIS WESEL "Zahlen sind die Moleküle der Zivilisation", unter diesem Blickwinkel richtete Ulf Baumgarten, Mathematikdozent am Amplo-nius-Gymnasium Rheinberg und Regionalkoordinator des Kreises Wesel, die Preisverleihung der 50. Matheolympiade im Forum des Rheinberger Gymnasiums aus. 14 Gymnasien beteiligten sich, und nach zwei Vorrunden auf Schul-und Kreisebene qualifizierten sich 24 Teilnehmer als Preisträger. Davon hatten nun 13 Nachwuchsmathematiker den richtigen Riecher für Zahlen und arbeiteten für die Runde auf Landesebene am 26. Februar in Krefeld weiter.

Weiter nach Krefeld

Dort können Yannick Cousin (Klasse 5, Adolfinum Moers), Joeline Wiegandt (Klasse 6, Stiftsgymnasium Xanten), Arne Schlabes (Klasse 7, Konrad-Duden-Gymnasium Wesel), Andreas Brüggemann (Klasse 7, Gymnasium in den Filder Benden Moers), Nils Nommensen (Klasse 8, Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers), Jan-Henning Eube (Klasse 9, Stiftsgymnasium Xanten), Benjamin Valdez (Klasse 10, Adolfinum Moers), Julian Hoffmeister (Jahrgangsstufe 11, Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers), David Schmidt (Jahrgangstufe 11, Stiftsgymnasium Xanten), u.a. weiter ihre mathematischen Kenntnisse anwenden.

Heinrich Friedrich Heselmann, stellvertretender Landrat des Krei­ses Wesel, bekundete in seinem Grußwort, dass die Mathematik als älteste Wissenschaft gleichbedeu­tend sei für Gegenwart und Zu­kunft. Er erinnerte an den grie­chischen Physiker und Mathemati­ker Archimedes, zitierte den deut­schen Physiker Albert Einstein zu seiner Relativitätstheorie. Ohne ideenreiche Mathematiker und de­ren experimentellem Spiel mit Zah­len und Formeln gäbe es heute kei­ne Handys, wie Heselmann schmunzelnd betonte. Er lobte die Teilnehmer, die sich in ihrer Freizeit mit Begeisterung der Wissenschaft widmen würden und damit bewie­sen, dass Mathematik einfach Spaß und Freude bereite.

Interesse an Bildung „sehr gut"

Norbert Stirba, Fachdezernent für Mathematik bei der Bezirksre­gierung Düsseldorf, beglück­wünschte die Sieger auf Kreisebe­ne. Mit einem kleinen wissen­schaftlichen Rätsel lockerte er die Preisverleihung auf. Das Interesse an der mathematischen Bildung in NRW bezeichnete Norbert Stirba als sehr gut. Die Universitäten in Köln und Dortmund beteiligen sich beratend an den Abituraufgaben, betonte Norbert Stirba.

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