RWE vergibt Klimaschutzpreise

 


WESEL (thh) Gestern wurden die drei Preisträger des RWE-Klimaschutzpreises der Stadt Wesel ausgezeichnet, die sich auf unterschiedliche Weise für C02-Reduzierung und Klima einsetzen. Über den ersten Preis und 3000 Euro freut sich die Eine-Welt-Gruppe mit der Steuerungsgruppe „Fairtrade Stadt Wesel" . Sie wurde für ihren Einsatz ausgezeichnet, der verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen berücksichtigt.
Platz zwei teilten sich das Konrad-Duden-Gymnasium mit seiner Theatergruppe und Greenpeace Niederrhein, dessen Vorsitzender Alex Oslislo (19) Schüler des KDG ist. Für Greenpeace gab’s die Ehrung „wegen vielfältiger kritischer Aktivitäten rund um den Umweltschutz“. Diese seien, so Jury-Mitglied Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, auch „kritisch gegenüber RWE“. Bei der Preisübergabe sagte Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein-Ruhr von RWE: „Ein gutes Engagement, auch wenn wir nicht bei allen Themen mit Greenpeace übereinstimmen.“
Anwesend war auch Karl Hömberg, im Juli nach 34 Jahren am KDG in den Ruhestand gegangen und legendär als engagierter Leiter der Technik AG „Light and Sound“ am Konrad-Duden-Gymnasium. Die AG führt er weiter, „und zwar sehr gern und weil es noch niemanden gibt, der mich ersetzen kann“. Das Preisgeld von 1000 Euro gab’s, weil die Schule die Scheinwerfer der Bühne in der Aula auf aktuelle LED-Technik umrüstet. So lässt sich viel Strom sparen. Das Preisgeld stellt RWE, die Stadt hat für die Teilnahme am Wettbewerb geworben. 2012 wird es wieder einen Klimaschutzpreis geben.

 

aber nimmt ihn.
WESEL (RP) Greenpeace Niederrhein wurde mit dem Klimaschutzpreis Wesel, den RWE bezahlt, ausgezeichnet (RP berichtete). Gestern sagte Koordinator Alexander Oslislo, dass Greenpeace „keine Geld von der Industrie annimmt und komplett von Privatspenden lebt". Das Preisgeld würde auf sein Privatkonto fließen und dann per Gruppenbeschluss in erneuerbare Energien gesteckt.

 

 WESEL (thh) Eklat nach der feierlichen Vergabe des Weseler Klimaschutz-Preises: Greenpeace Niederrhein hat die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung zurückgegeben. Die Gruppe begründete dies gestern damit, dass ihr bei der Bewerbung nicht klar gewesen sei, dass die Preisgelder von RWE stammen und Teil des RWE-Klima-schutzprojektes seien. „Befremdlich“ nannte dies gestern Greenpeace-Sprecherin Charlotte Brinkmann. Schließlich betreibe RWE Kraftwerke, die maßgeblich zum Kohlendioxidausstoß beitragen. Der von der Stadt Wesel ausgeschriebene, aber von RWE ausgestattete Preis ist in der Tat eine Zwitter-Konstruktion. Greenpeace-Vertreter Alexander Oslislo hatte die Auszeichnung im Rathaus anstandslos von RWE-Chef Hegmann entgegengenommen. Später sagte Oslislo, das Geld werde auf sein Privatkonto, nicht an Greenpeace fließen, um damit direkt Klimaprojekte zu unterstützen. Jetzt sagt Greenpeace, man habe darum gebeten, die Überweisung zu stoppen.
Rheinische Post vom 6.Januar 2012

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