Musik-Mission in Israel erfüllt

 
Voller Eindrücke sind sie aus dem Heiligen Land zurück: 33 Mitglieder des Jugendorchesters der Musik- und Kunstschule. Hauptanliegen der Reise war das gemeinsame Musizieren mit dem Kibbuz Youth Orchestra Israel. VON ISABELL HÜLSER in RP vom 10.09.2011

WESEL Gut gebräunt und voller Ein­drücke sind sie wieder da, die 33 Musiker des Jugendorchesters der Musik- und Kunstschule. Mit Schulleiterin Dagmar Beinke-Bornemann und Orchesterleiter Chris­toph Oehmen waren sie elf Tage lang in Israel auf musikalischer Mission. Im Rahmen des Jugend- austauschs der MKS und des Kib­buz Youth Orchestra Israel lernten die Weseler Musikschüler die Men­schen und das Leben in einem fremden Land kennen. Hauptanlie­gen der Reise war natürlich die Mu­sik - oder genauer gesagt das ge­meinsame Musizieren.

Planungen seit Januar, Noten auf dem Postweg und schließlich vier Tage gemeinschaftliches und tagesfüllendes Proben in Israel ermög­lichten ein ganz besonderes musi­kalisches Erlebnis: Ein gemeinsa­mes, Landesgrenzen übergreifen­des Konzert. Insgesamt 75 Musiker, von israelischer Seite ausschließ­lich Streicher, auf deutscher Seite erstmals auch Bläser, präsentierten in der Konzerthalle im Kibbuz Misra ein hochwertiges Programm von Schubert über Strawinsky bis Schostakowitsch. Eine Stunde Musikgenuss, dirigiert von Christoph Oehmen und Uri Chen zeigte, dass die Zusammenarbeit funktioniert.

Gegenbesuch in 2012

„Es ist toll, gemeinsam Musik zu machen“, erklärt Oehmen, der mehrere Jahre in Israel lebte. Wie das Leben in diesem für die meis­ten, abgesehen von einigen „Wie­derholungstätern“, komplett frem­dem Land ist, das konnten die Ju­gendlichen zwischen 15 und 20 Jah­ren in den darauffolgenden Tagen hautnah erfahren - und zwar nicht wie Pauschaltouristen, sondern im Kreis von Gastfamilien. Das Schö­ne: Teilweise kannten sich die Ju­gendlichen schon vom Besuch der israelischen Musiker vor einem Jahr in Wesel. In ihren Gastfamilien verbrachten sie, über das Land verstreut, die Tage, erkundeten das Land und lernten, was man in Israel so isst. „Viel und lecker“, so ist Anna Holthuis das Essen in Erinnerung geblieben. Pita, Humus und Streichkäse dominieren hier den Speiseplan. „Und Salat, sogar zum Frühstück“, erklärt Christoph Oeh­men.

 Natürlich wurden auch die Se­henswürdigkeiten des Landes be­sucht: Nazareth, Jerusalem, die Kla­gemauer, die Wüste Negev und vie­les mehr standen auf dem Reiseplan. Eines der beeindruckendsten Erlebnisse: „Im Toten Meer schwimmen oder besser liegen“, wie Matthias Ruhnke erklärt, der, wie all seine Orchesterkollegen, ein rundum positives Fazit zieht.
Und so steht bereits fest: Der Aus­tausch wird fortgeführt. Nun steht als Nächstes ein Gegenbesuch der israelischen Musiker an. Auch sie werden in Gastfamilien untergebracht. Bis dahin halten die Jugend­lichen über Facebook und Co. Kon­takt zu ihren Freunden.

INFO: Seit zehn Jahren

Das Austauschprogramm zwischen der Musik- und Kunstschule Wesel und des Kibbuz Youth Orchestra Israel besteht bereits seit zehn Jahren. Seit 2005 findet das Treffen jährlich statt. Unterstützung erhält das musikalische Austausch-Projekt vom Goethe-Institut.

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