Kleiner "Flashmob"

 

Mit einem vergleichsweise schwächlichen „Flashmob“ und dem Entrollen eines Lakens mit der Botschaft „Jugendarbeit in Wesel ist wichtig!“ startete gestern das Jugendfestival am Berliner Tor. Die Angebote konnten sich sehen lassen. Die Rheinische Post schaute sich um.

VON KLAUS NIKOLEI in RP vom 9.7.2011

WESEL Auf „Youtube“ gibt's gute Bei­spiele dafür, was ein echter Flashmob ist. Meist junge Leute verabreden sich übers Internet zu einer völlig abgedrehten Aktion. Berühmt ist die Szene, wo einer im Einkaufszentrum ein „Halleluja" anstimmt und urplötzlich viele an­dere in den Chor einstimmen, dann aber genauso schnell wieder ihres Weges gehen.

Zum Auftakt des Weseler Jugend­festivals rund ums Berliner Tor hat­te das Jugendzentrum Karo in den weiterführenden Schulen zum „We will rock you"-Flashmob aufgeru­fen. Punkt 12 Uhr gab Karo-Leiter Matthias Schüller auf der Trommel den Takt vor. Und die, wie verabre­det, in Schwarz und Weiß gekleide­ten Schüler klatschten die Queen-Hymne mit. Parallel dazu wurde von der Terrasse des Berliner Tores ein Lacken entrollt. Botschaft: „Ju­gendarbeit in Wesel ist wichtig!"

Karo-Leiter „Ein netter Auftakt“

Zwar blieb die Zahl derer, die be­herzt in die Hände klatschten und den Text mitsangen, im überschau­baren Rahmen. Einige, die mitge­macht haben, „fanden es trotzdem gut". So wie Michaela Ressing und deren Klassenkameradin Hannah Stephan (beide Klasse 8 b, KDG). „Uns hat das Spaß gemacht." Weniger begeistert zeigte sich dagegen Anna Fernandes, ebenfalls aus der 8 b. „Es war halt nicht so richtig spontan wie bei einem echten Flashmob. Und am Ende haben auch Leute mitgemacht, die gar kei­ne schwarzen und weißen Klamot­ten anhatten - enttäuschend."

Matthias Schüller selbst fand die ganze Aktion „einen netten Auftakt für das Jugendfestival. Damit haben wir auch Laufpublikum auf die Ver­anstaltung des Stadtjugendrings und der Stadt unaufmerksam ge­macht." Das Angebot konnte sich wirklich sehen lassen.

Zahlreiche Sportvereine, Pfad­findergruppen, Jugendzentren, Schulen, die Drogenberatung, die Verbraucherzentrale und viele an­dere Organisationen präsentierten sich den vielen jungen Besuchern. Bands und Tanzgruppen wurden bei ihren Auftritten bejubelt. Gut angenommen wurde auch die Stadtrallye der Lauerhaas-Gesamt­schule.

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