KDG fordert mehr Räume

 

VON KLAUS NIKOLEI in RP vom 7.7.2010

WESEL Ende August starten die 126 neuen Fünftklässler des Konrad-Duden-Gymnasiums mit dem "gebundenen Ganztag". Was das für die Kinder, deren Freizeitgestaltung, für die Schulorganisation und die 85 Lehrer bedeutet, machte gestern die fünfköpfige Steuerungsgruppe um KDG-Direktor Dr. Heinzgerd Schott im Schulaus-schuss deutlich.

Konrektorin Renate Brützel erklärte, dass das KDG dringend zusätzliche Räume benötigt. Beispielsweise fallen der Erweiterung von Mensa und Lehrerzimmer ein Chemie-, ein Medienraum sowie das Selbstlernzentrum zum Opfer. FürRuhe-, Lese- und Spielangebote werden Klassenzimmer in den Pavillons eingerichtet. Folge: Die Jahrgänge 12 und 13 werden in verwaisten Räumen der angrenzenden Hauptschule unterrichtet. Das bedeutet, dass die Lehrer künftig laufen müssen. "Für den Weg vom Lehrerzimmer zur Hauptschule benötigt man über den Hof mindestens fünf Minuten. Das ist eine unzulässige Verkürzung der Unterrichtszeit", sagte Brützel und forderte: "Langfristig müssen wir andere Lösungen finden."

Bekanntlich würde das KDG gerne Räume der Realschule übernehmen. Doch die hat wenig Interesse an einem Umzug in die Duden-Hauptschule, die im Sommer 2011 aufgelöst wird.

Beifall gab's für Dr. Schott und dessen Team nach Ende des informativen Vortrags. Dem Ausschuss wurde klar, dass das KDG alles tun möchte, um den Kindern in Zeiten des Turbo-Abis (schon 36 Wochenstunden in Klasse fünf) die nötigen Freiräume zu schaffen. Hausaufgaben beispielsweise sollen hauptsächlich in "Lernzeiten" unter Aufsicht der Fachlehrer erledigt werden. Und in verpflichtenden Arbeitsgemeinschaften können die Kinder unter anderem kostenlos Gitarrenunterricht nehmen oder einen PC-Tastenschreibkurs belegen. Die Lehrer der Kooperationspartner Musikschule und VHS kommen dafür ins Schulzentrum Nord. Alternativ können sich Schüler auch Trainingszeiten oder ihre Mitarbeit in Vereinen als AG-Stunden anrechnen lassen.

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