Der Ganztag beginnt

 

Fieberhaft ist in dieser Woche an den letzten Vorbereitungen fürs neue Schuljahr gearbeitet worden. Das beschert Gymnasien wegen des Turbo-Abis nun größere Oberstufen. Großbaustelle bleibt zudem das Schulzentrum Nord.

VON FRITZ SCHUBERT in RP vom 28.8.2010

WESEL Am Schulzentrum Nord wird emsig gearbeitet. Wer vor wenigen Tagen noch Zweifel hatte, dass Montag der Unterricht beginnen kann, der wird von den Handwer­kern beruhigt. Auch heute legen sie Hand an, damit das neue Schuljahr starten kann. In der Tat sah es wüst aus im Konrad-Duden-Gymnasi­um. Feuerschutztüren zum Trep­penhaus waren noch einzubauen, aufgerissene Decken zu schließen und vieles mehr. Zum Beispiel wer­den sich Arbeiten am Dach, das ei­nen neuen Aufbau samt Dämmung erhält, trotz Beginns im Juni noch drei Wochen hinziehen. Komplett eingehaust auch das Dach der be­nachbarten Konrad-Duden-Real­schule, wo unter strengsten Sicher­heitsvorkehrungen Asbest entfernt worden ist. Deckensanierungen folgen in den Herbstferien

Zwei Stufen parallel zum Abi 2013

Auch im KDG hat sich viel getan, wie Oberstudiendirektor Dr. Heinz­gert Schott bei einem Rundgang zeigte. Die neuen Fünftklässler fin­den in einem Pavillon einen Spiel- und einen Leseraum. Es ist der erste Ganztags-Jahrgang am KDG, das außerdem bereits zehn Räume aus der Konrad-Duden-Hauptschule mitbenutzen wird.

„Die Schülerzahl ist mit 1150 zwar unverändert, wir haben mehr Räume für die Oberstufe mit nun vier Jahrgängen nötig", erklärt Dr. Schott. Hintergrund ist eine Einma­ligkeit: Die neue Stufe 10 ist der ers­te Jahrgang, der mit „G8" (Abitur in zwölf Jahren) begonnen hat Er wird 2013 zeitgleich mit der nach altem Modus gestarteten Stufe 11 Abitur machen. Die Verkürzung bedeutet für die G8er mehr Unterricht - 34 statt 30 Wochenstunden. Übrigens konnte aus den letzten Stufen 9 und 10 nach altem Modus im Prinzip keiner sitzenbleiben, weil er nicht hätte wiederholen können. Für die wenigen Fälle, so Schott, wurden Sonderlösungen gefunden.

Dem neuen Schuljahr blickt der Chef mit einem 85-köpfigen Kolle­gium entgegen. Ihm fehlen 2,5 Stel­len, doch werde dadurch kein Fach ausfallen. Aufgefangen werde das Defizit mit zwei statt drei Stunden für den Sport-Grundkurs. Gesucht, so Schott weiter, wäre Personal mit der Kombination Englisch/Erd­kunde. Das wäre ideal für den bilin­gualen Zweig. Veränderungen gibt es am KDG auch in der Hausordnung. So hat die Schulkonferenz beschlossen, dass elektronische Kommunikati­ons- und Unterhaltungselektronik zwar mitgebracht werden darf, aber auf dem Gelände ausgeschaltet bleiben muss: Heißt: Verbot für Handys, Konsolen oder MP3-Play-er. Damit Schüler dennoch Eltern über Änderungen im schulischen Tagesablauf informieren können, werden Sonderzonen eingerichtet, aus denen telefoniert werden darf. Sonderzone beziehungsweise Baustelle wird in Kürze noch der Bereich rund ums Lehrerzimmer. Es ist zu klein und wird erweitert.

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