Et is gar nix wenn et nich swingt

 

KONZERT. Die Bigband des Konrad-Duden-Gymnasiums machte unter der Leitung von Alfred Opel den Auftakt zur Festwoche.

PHILIPP ELSBROCK in NRZ vom 1.9.2008

WESEL. Wenn Alfred Opel nicht Musik- und Französisch­lehrer geworden wäre, hätte er auch als Radiomoderator Kar­riere machen können. Mit an­genehm sonorer Stimme führte der Pädagoge am Freitagabend durch ein erfrischendes Kon­zert der Bigband des Konrad-Duden-Gymnasiums. Es bilde­te den Auftakt für die Jubi­läums-Festwoche, bei der bis zum kommenden Samstag je­den Abend Unterhaltung auf dem Programm steht.

Sympathisch ließ Opel die rund 300 Zuschauer an seinem umfangreichen Wissen über die späten 1920er Jahre teilha­ben. Die vorherrschende Ein­stellung jener Zeit brachte er bereits im ersten Teil des Abends auf den Punkt. „Et is gar nix, wenn et nich' swingt", lautete seine freie Übersetzung des Duke Ellington-Klassikers „It don't mean a thing if it ain't got no swing". Um es bereits vorweg zu nehmen: Et war wat!

30 Musiker, eine Bigband in Klassenstärke, umfasst die vor zwei Jahren als Arbeitsgemeinschaft gegründete Bigband. Darunter mit einem Cello, Vio­linen und anderen Streichern auch solche Instrumente, die für eine Bigband eher untypisch sind. Ihr Einsatz machte den Sound in der Aula rund.

In den Proben hatte Opel von seinen Nachwuchsmusi­kern offensichtlich ein beherztes Spiel gefordert. Nirgendwo zeigte sich dies so deutlich wie in „Sing, sing, sing", geschrie­ben von Louis Prima. Dominik Sabolovic tobte sich bei einem Solo am Schlagzeug aus, wäh­rend die Bläser-Sektion nach Herzenslust ihre Instrumente „knurren" ließ. Minutenlanger Applaus bezeugte die Zufrie­denheit des Publikums. Ein kleiner Lohn für Band und Di­rigent, denen wegen der schwülen Luft der Schweiß lief. Weiter gesteigert wurde die Stimmung, als Sängerin Laura Jennen die Bühne betrat. Eine Premiere, denn die Schülerin aus der Jahrgangsstufe zwölf war erst vor kurzem zur Big­band gestoßen. Sie stand unter anderem beim Klassiker „Fly me to the moon" am Mikrofon. Dem aufgelockerten Publikum gefiel's, und so hatte die Big­band erst nach drei Zugaben Feierabend.

AUSZEICHNUNGEN

Für jahrelanges musikali­sches Engagement erhielten drei Bigband-Musiker am Freitag eine Urkunde. Dazu gehörten die Gitarristen Peter Palberg und Felix Raupp. Nicht anwesend war Julius Kühn, der ebenfalls ausge­zeichnet wurde.

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