Es ist angerichtet

 

SCHULE. Die Mensa des Konrad-Duden-Gymnasiums wurde gestern eröffnet. Das Projekt hat 148 000 Euro gekostet.

GABI SCHULTZE in NRZ vom 21.10.2008

WESEL. Es ist angerichtet -jetzt auch am Konrad-Duden-Gymnasium (KDG). Nachdem in der vergangenen Woche die neue Mensa des Andreas-Vesalius-Gymnasiums (AVG) ihre Pforten öffnete, gibt es seit ge­stern auch für die Schüler und Mitarbeiter der Schule in der Feldmark warmes Mittagessen. Mit zahlreichen Gästen, unter anderem aus Politik und Ver­waltung, wurde dieses Ereignis gefeiert, das Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott als „wichti­gen Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Schule" bezeichne­te.

Schott dankte allen, die an der Planung und am Bau der neuen Mensa beteiligt waren, und lobte das fraktionsübergreifende Engagement der kommunalen Politiker. „Statt auf Fördergelder zu warten, ha­ben alle mit angepackt, um das Projekt zu realisieren und die Weseler Schulen fit für den Ganztagsbetrieb zu machen", betonte der Schulleiter. 148 000 Euro hat der Umbau des 155 Quadratmeter großen ehemaligen Abstellraumes ge­kostet, in dem nun bis zu 100 Schüler in heller und freundli­cher Atmosphäre essen kön­nen. Betrieben wird die Mensa, wie auch am AVG, von Ulrich Lütke und seinem Team. Die Schüler seien zunächst skeptisch gewesen, mittlerwei­le aber begeistert, verriet deren Sprecher Henrik Dreyer zur Eröffnung. „Ein Fünftklässler ist zu mir gekommen und frag­te, ob das Essen schmecken werde oder nur gesund sei", er­zählte er schmunzelnd. Dass es zukünftig beides wird - also lecker und gesund - dafür wol­len Lütke und sein Team mit einer      abwechslungsreichen und ausgewogenen Auswahl sorgen. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und die übrigen Gä­ste testeten das Angebot ge­stern bereits. Der reguläre Be­trieb startet heute.

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Drei Gänge mit Musik

Nach dem Start am AVG jetzt der Kraftakt Nummer zwei: Mensa am Konrad-Duden-Gymnasium mit buntem Programm eröffnet, gleich getestet und für gut befunden. Jetzt fehlt nur noch die Martini-Hauptschule.

VON FRITZ SCHUBERT in RP vom 21.10.2008

WESEL Voller Bauch studiert doch gern: Einen tollen Start bereitete das Konrad-Duden-Gymnasium gestern Ulrich Lütke und seinem Team. Der Caterer von der Gesamt­schule am Lauerhaas und seit weni­gen Tagen auch des Andreas-Vesalius-Gymnasiums wurde geradezu enthusiastisch begrüßt. Als Schü­lersprecher Henrik Dreyer ihm ei­nen symbolischen Schlüssel über­reichte und die Jüngsten aus der 13-Plus-Betreuung ihm noch einen Kuchen in die Hand drückten, war er „total baff. „Der Hauskoch", so der Firmentitel, wünscht sich für den Arbeitsmarkt bundesweit noch mehr Schulmensen. Sechs Stellen hat er durch die Kraftakte der Stadt schaffen können.

Erfolg mit vielen Vätern

Die Anstrengungen, finanziell und muskulär (siehe Info), waren naturgemäß Thema der Anspra­chen von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und Oberstudiendirek­tor Dr. Heinzgerd Schott. Nachdem das Land sich nicht in der Lage sah, der Vorgabe von mehr Unterricht auch die dann nötige Mittagsver­sorgung folgen zu lassen, hatte der Erfolg in Wesel viele Väter. Politik, Verwaltung, Sparkasse, Schullei­tungen, Hausmeister, Elternpfleg­schaften, Fördervereine und nicht zuletzt der Mensaverein sorgten dafür, dass sich „das Ergebnis se­hen lassen kann" (Westkamp). Die Einstimmung auf kulinarische Genüsse umrahmten Alfred Opel und Schüler mit einem musikalischen Drei-Gang-Menü: „Tequila Sunrise (Lydia Berthin, Flöte), „Bag's Groove" (Manuel Gründen, Vibraphon) und „What I Say" (Torben Geppert, E-Piano). Das passte zu der heite­ren Stimmung, die Schülersprecher Henrik Dreyer zu würzen wusste. Er hatte er von jungen Leuten viele Fragen gestellt bekommen, woher das Essen wohl kommt und was es kosten würde. Sein „Favorit aus der Stufe 5" lautete: „Schmeckt das oder ist das gesund?" Die breite Auswahl Salat, Nudeln, Soßen, Piz­za, Fisch, Getränken und Desserts zeigt, dass beides geht. Und Lütke verspricht: „Ich will Vielfalt. Dicke Bohnen oder Stielmus durcheinan­der gehören dazu. Auch das sollen die Kinder kennenlernen können."

Applaus gab's zwischendurch auch für die 13-Plus-Betreuten, die sich unlängst beim Banana Day für fairen Handel eingesetzt hatten. Sie haben beim bundesweiten Foto-Wettbewerb Platz zwei belegt.

Unterdessen verschwanden draußen, weil offenbar begehrt, die ausgehängten Menü-Pläne für die erste Woche, und Schülerscharen warteten aufs Ende des offiziellen Akts. Florian und Leonard (beide elf) waren schnell einer Meinung: „Davon hol' ich mir noch was!" Caterer Lütke rechnet mit An­drang: „Am AVG gab es Mittwoch einen regelrechten Tumult, weil alle was haben wollten."

INFO: Die Mensa in Zahlen

Rund 100 Schüler finden in der KDG-Mensa Platz. 148 500   Euro  inklusive  Geräte wurden investiert. Allein 368 Arbeitsstunden steckte der Weseler Hausmeisterpool in das Projekt. Nach acht Wochen war's geschafft.

 

Der RP-Mensa-Test

VON LIOBA REUL UND CHARLOTTE HÜLSER in RP vom 21.10.2008

WESEL In diesen Tagen begann in Wesel am Andreas-Vesalius- und am Konrad-Duden-Gymnasium eine neue Ära des Schulessens. Um die Men­sen in Sachen Ambiente und Ge­schmack zu vergleichen, haben wir uns einen ersten Eindruck ver­schafft. Kommen wir direkt zum wichtigsten Punkt:

Das Essen: Für die Zufriedenheit der Schüler in beiden Schulen sorgt der Caterer Ulrich Lütke. Schon beim Empfang am KDG merkte man, dass auf gesundes Essen viel Wert gelegt wird. Angeboten wur­den Obstspieße sowie hübsch de­korierte Fruchtcocktails und ein kulinarisches Experiment: Mango-oder Papayastückchen, umhüllt von Ahornsirup und Sesam. Wäh­rend wir noch den Reden lauschten, schlug uns bei beiden Einwei­hungen der Duft des leckeren Es­sens entgegen. Es war schwer, sich auf den Plätzen zu halten. Als es dann endlich losging, wurden wir auch nicht enttäuscht. Ganz im Ge­genteil. Die Auswahl war groß. Wir konnten uns kaum entscheiden. Sollten es die Nudeln mit Hack­fleischsoße, die Currywurst oder doch das gute alte Stückchen Pizza sein - die Wahl fiel schwer, und so nahmen wir von allem etwas!

Das Ambiente: In diesem Punkt unterscheiden sich die beiden Schulen erheblich. Zwar gewinnt das AVG wegen des äußerst attrakti­ven Lichteinfalls, jedoch mangelt es ein wenig an der liebevollen Deko­ration des Raumes.

Am KDG fielen uns die großen Bilder an den Wänden positiv auf. Diese Bilder sind von den Schülern gemalt und werden regelmäßig ausgewechselt. Auch die Dekorati­on, die der Jahreszeit angepasst war, trug zum Wohlfühlen bei. In diesem Punkt könnte sich das AVG noch eine Scheibe abschneiden, zumal Primeln in der Trendfarbe Violett auch hervorragend bei uns ankamen.

Das Fazit: Insgesamt schnitten beide Schulmensen recht gut ab, auch wenn das KDG ein wenig vor­ne liegt. Es wäre schön, würde die AVG-Mensa noch etwas freundli­cher gestaltet werden.

Ansonsten ein großes Lob, wir finden's klasse!

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