Erinnerungen an die Penne

 
 

JUBILÄUM. Das Konrad-Duden-Gymnasium feiert ab heute sein 666-jähriges Bestehen mit einer Festwoche. Zum Schnapszahl-Geburtstag blicken ehemalige Schüler zurück.

GABI SCHULTZE in NRZ vom 29.8.2008

WESEL. 666 Jahre Konrad-Duden-Gymnasium - wie viele Mädchen und Jungen die Schu­le in dieser Zeit besucht haben, ist schwer zu schätzen. Sicher haben alle von ihnen schöne und auch weniger schöne Tage erlebt, Freundschaften ge­schlossen und Prüfungen abge­legt. Zum Geburtstag blicken vier ehemalige Schüler auf ihre Zeit am KDG zurück.

Neben Mathe, Englisch und Latein hat Brigitte Zorn wäh­rend ihrer Schulzeit am Kon­rad-Duden-Gymnasium vor allem eines gelernt: Durchset­zungsvermögen. Die Weselerin gehörte in den 70er Jahren zu einem der ersten Jahrgänge, in denen auch Mädchen die Schule besuchen durften. „Wer glaubt, die Jungen hätten uns geschont, der liegt falsch", erin­nert sich die heute 41-jährige Grundschullehrerin. „Wir mussten uns durchsetzen". Doch als „Kämpfertyp", wie Brigitte Zorn sich selbst be­schreibt, sei ihr das nicht schwer gefallen. „Ich hatte eine gute Schulzeit und fühle mich irgendwie immer noch mit dem Gymnasium verbunden", sagt sie. In der Zeitung verfolgt die Weselerin noch heute die Ent­wicklung des KDG.

Ute van Onna ist mit drei Brüdern aufgewachsen. Sich zu behaupten war die heute 45-Jährige also von klein auf ge­wohnt. „Von daher war es für mich überhaupt kein Problem, auf eine Schule zu gehen, auf der Mädchen klar in der Unter­zahl waren." Ute van Onna kam ebenfalls in den 70er Jah­ren auf das heutige Konrad-Duden-Gymnasium.

Wenn die gelernte medizi­nisch-technische Assistentin, die im Marien-Hospital arbei­tet, an ihre Schulzeit zurück­denkt, dann kommen ihr vor allem „morgendliche Wesel-Rundfahrten" ins Gedächtnis. „Zu der Zeit, als die Schule vom Herzogenring in die Feld­mark umzog, wurden wir Schüler übergangsweise jeden Mor­gen nach Blumenkamp gefah­ren und hatten dort Unter­richt", erinnert sich Ute van Onna. „Ich musste jeden Tag mit dem Bus von Obrighoven zur Martinistraße, von dort fuhr dann der Schulbus nach Blumenkamp - das war schon eine ganz schöne Tour."

Pavillons auf dem Schulhof -das ist das Bild, das Dirk Unsenos ins Gedächtnis wandert, wenn er an seine Schulzeit zu­rückdenkt. Der 47-jährige We­seler Unternehmer hat 1980 sein Abitur am heutigen Kon­rad-Duden-Gymnasium gemacht und einige wichtige Schritte in der Entwicklung der Schule hautnah miterlebt. Un­ter anderem auch die Zeit ab Mitte der 70er, als plötzlich auch Mädchen die Schule be­suchen durften. Mit dieser Zeit verbindet er auch besagte Pa­villons. „Da es nämlich dann nicht mehr genug Platz im Schulgebäude - dem jetzigen Amtsgericht - gab, wurden diese  als Notklassenräume  auf dem Hof aufgestellt."

Auch Dr. Wolfgang Paarsch denkt noch oft an die Zeit in der Penne, wie er seine ehema­lige Schule nennt, zurück. Je­den ersten Donnerstag im Mo­nat treffe er sich noch heute mit ehemaligen Schulfreunden, be­richtet der Weseler. Dann wird geklönt und es werden Anek­doten ausgetauscht. Für Dr. Wolfgang Paarsch sind es vor allem die Lehrer, an die er sich gern erinnert. Besonders am Herzen lag ihm der mittlerwei­le verstorbene Mathe-Pauker Dr. Paul Berger.

START MIT BIGBAND

Zum Start der Jubiläumswo­che spielt am heutigen Frei­tag, 29. August, die Bigband des Konrad-Duden-Gymnasiums unter der Leitung von Al­fred Opel in der Aula der Schule. Einlass ist um 18.30 Uhr, Beginn ist um 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es für zwei Euro.

 
 

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