Das ewige KDG-Weihnachtsmusical

 

VON LAURA KERKENPASS in RP vom 18.12.2008

WESEL Wenn Artaban und mit ihm rund 150 Fünftklässler am Konrad-Duden-Gymnasium die Bühne be­treten, dann sind Weihnachten und damit die Ferien ganz nah. Zum 13. Mal zog das weihnachtliche Musi­cal „Der Weise, der zu spät kam" El­tern, Großeltern und Geschwister der jüngsten KDGler in ihren Bann. Der Beifall am Ende wollte kein Ende nehmen.

„Wir führen das Musical immer wieder auf, weil es für die Fünft­klässler ja noch neu ist. Es ist ein tol­les Weihnachtsstück, an dem wirk­lich alle mitwirken können", erklärt Volker Haubitz. Bei dem Musikpä­dagogen, inzwischen im Ruhe­stand, laufen nach wie vor alle Fä­den für die beliebte Inszenierung zusammen.

Der Weise, der zu spät kommt

Das Stück kommt aus England. Englisch-Lehrerin Ute Pürschel hat's einst mitgebracht und in ei­nem ihrer Englisch-Kurse ins Deut­sche übersetzt. Doch die Lieder sind alle in Englisch geblieben. Das Musical auf die Bühne zu bringen, erfordert ein enges Zusammenwir­ken der Englisch-, Musik- und Deutschlehrer. Erzählt wird die Ge­schichte von einem vierten König aus dem Morgenland. Er heißt Arta­ban, der Weise, der immer zu spät kommt. Zunächst verpasst er den Aufbruch der drei Gelehrten Kaspar, Melchior und Balthasar vom persischen Hof, die sich aufmachen den König in Israel zu besuchen. Ar­taban versucht, die drei auf dem Weg nach Bethlehem wieder einzu­holen. Vergeblich. Er wird immer wieder aufgehalten von Menschen, die in Not sind, sein Herz berühren und denen er aus der Klemme hilft. Jede der fünf Klassen gestaltete eine Szene. Die 5b studierte zwei kleine­re Szenen ein. „Das Musical gibt den Fünftklässlern Zusammen­halt. Sie identifizieren sich danach stärker mit ihrer neuen Schule und mit ihren Mitschülern", sagt Koor­dinator Volker Haubitz über den pädagogischen Wert der Auffüh­rung.

Unterstützt wurden die Akteure auf der Bühne vom klasse aufspie­lenden Schulorchester unter der engagierten Leitung von Alfred Opel. Die einfallsreichen Kostüme hatten Eltern meist selbst genäht oder ausgeliehen. Einen Monat lang haben die Kin­der für das Stück geprobt. Es hat sich gelohnt. Der Funke der Ge­schichte von Artaban, der das Kind im Stall zwar nicht angetroffen hat, aber ihm unterwegs ständig sehr nahe war, sprang über. Das Publi­kum jedenfalls war gerührt und be­geistert zugleich. Spätestens beim Schlussapplaus war sämtliches Lampenfieber verflogen. Als Zuga­be sangen alle im 150-stimmigen Chor das Schlusslied ganz ent­spannt noch einmal.

© 2019 Konrad-Duden-Gymnasium Wesel. All rights reserved.